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Alzheimer und verwandte Erkrankungen

Die Alzheimer-Krankheit und verwandte Erkrankungen verändern nach und nach das Gedächtnis, die Orientierung und die Sprache. Die jüngsten Erinnerungen verblassen zuerst, während alte Erinnerungen und Gefühle oft viel länger gegenwärtig bleiben.

Eine betroffene Person kann vergessen, was gerade gesagt wurde, und sich zugleich sehr gut an ihre Kindheit erinnern, und ein zutreffendes Gefühl empfinden, ohne dessen Ursache benennen zu können. Die Persönlichkeit und die emotionalen Bindungen bleiben bestehen, selbst wenn die Worte fehlen.

Eine Person kann den Besuch, den sie gerade empfangen hat, innerhalb weniger Minuten vergessen, aber den ganzen Tag das angenehme Gefühl behalten, das er hinterlassen hat, oder umgekehrt die Beunruhigung über einen angespannten Austausch. Die Tatsache verschwindet, das Gefühl bleibt.

Deshalb ist es keineswegs nutzlos, zehnmal dieselbe Antwort in ruhigem Ton zu wiederholen: selbst wenn sich die Information nicht festsetzt, lagert sich doch das beruhigende Klima ab. Schroffes Korrigieren hingegen hinterlässt ein Unbehagen, dessen Ursache vergessen wird, das Empfinden aber nicht.

Was verblasst, was bleibt

Die Krankheit betrifft nicht alles gleichzeitig. Das unmittelbare Gedächtnis, die Orientierung in Zeit und Raum und die Wortfindung sind oft früh betroffen, während vertraute Handgriffe, Musik, alte Automatismen und die Empfänglichkeit für Gefühle länger erhalten bleiben. Sich auf das zu stützen, was bleibt, statt auf das zu zeigen, was fehlt, verändert die ganze Beziehung.

Was hilft

  • einfach sprechen, eine Idee nach der anderen, ohne Fragen aneinanderzureihen,
  • stabile Bezugspunkte bewahren (Orte, Zeiten, vertraute Gesichter),
  • vermeiden, zu korrigieren oder das Gedächtnis auf die Probe zu stellen,
  • Ruhe, Kontakt und bekannte Aktivitäten bevorzugen.
Zahlen im Überblick

Alzheimer und verwandte Erkrankungen in Zahlen

  • ~ 1,8 MillionenMenschen leben in Deutschland mit Demenz, davon der Großteil mit Alzheimer.Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG).
  • ~ 440 000 / JahrNeuerkrankungen pro Jahr in Deutschland.Quelle: DAlzG.
  • ~ 2/3 Frauenunter den Betroffenen.Quelle: DAlzG.
  • ~ 1 / 4der über 85-Jährigen in Deutschland ist betroffen.Quelle: DAlzG.
  • ~ 4 MillionenAngehörige sind als pflegende Personen direkt involviert.Quelle: DAlzG.

Mögliche Anpassungen

Je nach Alter und Fortschreiten stützt sich die Begleitung auf in Frankreich bestehende Vorkehrungen und Hilfen:

  • Am Arbeitsplatz: für frühe Formen (vor 65 Jahren) RQTH (Anerkennung als behinderter Arbeitnehmer) über die MDPH, Anpassung oder Entlastung des Arbeitsplatzes, Begleitung hin zu einem sanften Übergang.
  • Zu Hause: persönliche Selbstständigkeitsbeihilfe (APA, Pflegegeld bei Selbstständigkeitsverlust), menschliche Hilfen, Tagesbetreuung, Unterstützung der pflegenden Angehörigen.
  • Im Alltag: visuelle und zeitliche Bezugspunkte, Sicherung der Wohnung, stabile Routinen, vertraute Gegenstände und Fotos.

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Alzheimer und verwandte Erkrankungen erklärt für Kind

0–12 Jahre

Es ist, als ob das Gedächtnis einer Person nach und nach verschwommen wird. Am Anfang vergisst sie kleine Dinge. Dann, Schritt für Schritt, fällt es ihr schwer, sich zu erinnern, wo sie ist, an Gesichter, die sie kennt, oder wie man die Dinge macht, die sie jeden Tag gemacht hat.

Man kann bemerken:

  • Sie stellt mehrmals dieselbe Frage, weil sie vergisst, dass sie sie gerade gestellt hat
  • Sie findet die Worte nicht mehr, um zu sagen, was sie möchte
  • Sie kann verwirrt oder unruhig sein, weil sie den Ort, an dem sie ist, nicht wiedererkennt
  • Ihre Stimmung ändert sich: Sie kann traurig, wütend oder ängstlich sein

Aber das ist sehr wichtig zu wissen: Diese Person bleibt sie selbst, mit ihrem Herzen und ihrer Liebe. Sie braucht nur mehr Hilfe, Geduld und Sanftheit.

Konkrete Fälle: Alzheimer und verwandte Erkrankungen

Anwendungsfall

Ältere Person mit beginnendem Alzheimer, 74 Jahre
Erwachsenes Kind → Arzt, Apotheker, Händler
Der Gesprächspartner versteht die Situation sofort und passt seine Kommunikation an, ohne dass die Person erklären muss, was sie nicht mehr formulieren kann.

Ort des QR: Laminierte Karte in der Brieftasche

Ältere Person mit Alzheimer, 78 Jahre
Pflegende/r Partner/in → Passant, Ordnungskräfte
Bei Umherirren oder Desorientierung kann eine dritte Person auf die Notfallinformationen und die Kontakte der Familie zugreifen.

Ort des QR: In den Mantel eingenähtes Etikett

Den Fall im Detail ansehen
Ältere Person mit beginnender Demenz, 81 Jahre
Erwachsenes Kind → Notaufnahme, Bereitschaftsarzt
Das Pflegepersonal erhält Zugang zu den wichtigsten Informationen (Behandlungen, Kontakte), ohne die Familie abzuwarten.

Ort des QR: Karte in der Brieftasche, QR auf dem Telefon

Verständlich machen

Mit Alzheimer und verwandte Erkrankungen leben: der Kontext gesetzt, das Gespräch befreit.

Sie verfassen Ihr Profil ein einziges Mal. Bei jedem Schuljahresbeginn, jedem neuen Team, jeder neuen behandelnden Person teilen Sie den QR, ohne alles von vorn aufrollen zu müssen. Das Gespräch geht weiter, es startet nur von einem anderen Punkt.

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