myHandiQR myHandiQR

Sensorische Hypersensibilität

Sensorische Überempfindlichkeit bedeutet, Geräusche, Lichter, Gerüche oder Texturen viel stärker wahrzunehmen als der Durchschnitt. Eine laute Mensa, eine Neonröhre, ein T-Shirt-Etikett können schwer erträglich werden.

Das Nervensystem nimmt einfach mehr Informationen gleichzeitig auf. Das ist weder Zerbrechlichkeit noch eine Laune, sondern eine körperliche Realität, die in intensiven Umgebungen schnell erschöpft.

Was für die meisten unbemerkt bleibt, kann eine überempfindliche Person überfordern: der anschwellende Lärm, das stechende Licht, der Geruch im Raum. Irgendwann läuft das Maß über, und das Bedürfnis, sich zurückzuziehen, wird lebensnotwendig.

Dieser Rückzug ist weder Schüchternheit noch Schmollen, sondern ein Ventil, um nicht unter der sensorischen Last zu explodieren.

Wenn die Umgebung überläuft

Überempfindlichkeit begleitet oft Autismus oder ADHS, kommt aber auch allein vor. Den Lärm zu reduzieren, das Licht zu dämpfen, einen ruhigen Raum bereitzustellen und anzukündigen, was passieren wird, reicht häufig aus, um die Überlastung zu vermeiden, statt sie zu bewältigen, wenn sie erst einmal da ist.

Was hilft

  • einen Gehörschutz oder sensorische Pausen erlauben,
  • eine zugängliche Ruhezone bereitstellen,
  • akustische und taktile Überraschungen vermeiden,
  • der Person glauben, wenn sie sagt, dass es zu viel ist.

Mögliche Anpassungen

Je nach Alter:

  • In der Schule: Begleitplan (PAP, individueller Begleitplan) oder Projekt (PPS, individueller Beschulungsplan), Gehörschutz, Ruhezone, frühzeitiges Verlassen lauter Orte.
  • Am Arbeitsplatz: RQTH (Anerkennung als behinderter Arbeitnehmer, über die MDPH) für einen ruhigen Arbeitsplatz, einen Gehörschutz, weiches Licht.
  • Im Alltag: Gehörschutz, nahtlose Textilien, kontrollierte Umgebungen.

Erklärungen je nach Ihrem Profil

Wählen Sie ein Profil, um die angepasste Erklärung zu lesen.

Sensorische Hypersensibilität erklärt für Kind

0–12 Jahre

Stell dir vor, deine Ohren, deine Augen oder deine Haut sind Super-Sensoren! Sie empfangen viel mehr Botschaften als die der anderen Kinder.

Zum Beispiel:

  • Ein für dich normales Geräusch kann für jemand anderen sehr sehr laut sein
  • Ein Licht kann in den Augen wehtun
  • Ein kleines Etikett in einem Kleidungsstück kann sehr stören

Es ist, als wäre die Lautstärke zu hoch gedreht! Manchmal ermüdet das sehr, und man braucht es, sich in Ruhe auszuruhen. Das ist keine Laune: es ist nur so, dass das Gehirn zu viele Informationen auf einmal empfängt.

Konkrete Fälle: Sensorische Hypersensibilität

Anwendungsfall

Kind mit sensorischer Überempfindlichkeit, 7 Jahre
Elternteil → Schulleiterin, Vertretungen
Jede erwachsene Person der Schule erhält dieselben praktischen Informationen, sobald sie das Kind betreut.

Ort des QR: Blatt, der Schulleiterin übergeben

Den Fall im Detail ansehen
Erwachsener mit sensorischer Überempfindlichkeit, 45 Jahre
Träger selbst → Kollegen im Großraumbüro
Das Team versteht, warum die Person Kopfhörer trägt oder bestimmte Räume meidet, ohne dass es als Rückzug gedeutet wird.

Ort des QR: Per E-Mail an das Projektteam geteilt

Verständlich machen

Mit die Sensorische Hypersensibilität leben: der Kontext gesetzt, das Gespräch befreit.

Sie verfassen Ihr Profil ein einziges Mal. Bei jedem Schuljahresbeginn, jedem neuen Team, jeder neuen behandelnden Person teilen Sie den QR, ohne alles von vorn aufrollen zu müssen. Das Gespräch geht weiter, es startet nur von einem anderen Punkt.

Mein Konto erstellen Tarif ansehen

✓ 3 Monate kostenlos testen   ✓ Keine Karte erforderlich   ✓ Abonnement mit 1 Klick beenden