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Zöliakie

Die Zöliakie ist eine dauerhafte Reaktion des Immunsystems auf Gluten, ein Eiweiß, das in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt. Bei jeder Aufnahme, auch der kleinsten, greift der Körper die Wand des Dünndarms an, der die Nährstoffe schließlich schlecht aufnimmt. Die Reaktion setzt ohne sofort sichtbaren Schmerz ein, aber ihre Folgen bleiben über längere Zeit bestehen.

Die einzige bekannte Behandlung ist eine glutenfreie Ernährung, streng und lebenslang beibehalten. Eine Abweichung, manchmal nur ein Krümel oder eine unsichtbare Spur, kann Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit und Mangelerscheinungen wieder auslösen, die mehrere Tage anhalten. Die Einschränkung ist also dauerhaft, weit über den Inhalt des Tellers hinaus.

Ein zu schnell abgewischtes Schneidebrett, ein gemeinsam genutzter Toaster, ein Löffel, der von einem Gericht ins andere wandert: für eine Person mit Zöliakie können diese harmlosen Handgriffe ausreichen, um eine Reaktion auszulösen. Das Risiko liegt nicht nur bei den offensichtlichen Lebensmitteln wie Brot oder Nudeln, sondern auch bei den Spuren, die man nicht sieht.

Das ist es, was gemeinsame Mahlzeiten, Kantinen und Einladungen so heikel macht. Jedes Etikett lesen, im Restaurant Fragen stellen, ein appetitliches Gericht ablehnen: diese Vorsichtsmaßnahmen wirken manchmal wie Pingeligkeit, obwohl sie einfach mehrere Tage mit Beschwerden vermeiden.

Mehr als der Teller

Ohne Gluten zu leben beschränkt sich nicht darauf, das Brot zu wechseln. Es bedeutet, die Zusammensetzung von Produkten, die keineswegs offensichtlich sind (Soßen, Brühen, Wurstwaren, bestimmte Medikamente), erneut zu prüfen, jeden Ausflug vorauszuplanen und immer wieder zu erklären, warum ein einfacher Krümel zählt. Diese ständige Aufmerksamkeit ist erschöpfend, und der Mehrpreis der glutenfreien Produkte kommt zu der Belastung hinzu.

  • das versteckte Gluten in unerwarteten verarbeiteten Lebensmitteln;
  • das Risiko einer Kreuzkontamination in einer gemeinsam genutzten Küche oder Kantine;
  • die Müdigkeit, die Schmerzen und die Mangelerscheinungen, die auf eine ungewollte Abweichung folgen;
  • die Erschöpfung, sich bei jeder auswärts eingenommenen Mahlzeit rechtfertigen zu müssen.

Was konkret hilft

Es geht vor allem darum, ernst genommen zu werden und sicher essen zu können. In der Schule organisiert ein PAI (ein individueller Betreuungsplan in der Schule, in Frankreich) die angepassten Mahlzeiten in der Kantine; am Arbeitsplatz vermeiden einige klare Regeln in der gemeinsamen Küche die Kontaminationen.

  • eine verlässliche Information über die tatsächliche Zusammensetzung der Gerichte;
  • saubere Utensilien und Oberflächen, getrennt von den Lebensmitteln mit Gluten;
  • eine glutenfreie Option, die im Voraus vorgesehen und nicht improvisiert ist;
  • die Achtung vor einer Ablehnung eines Lebensmittels, ohne Drängen und ohne Scherze.
Zahlen im Überblick

Zöliakie in Zahlen

  • ~ 1 %der Menschen in Deutschland sind von Zöliakie betroffen.Quelle: Deutsche Zöliakie-Gesellschaft.
  • 80 bis 90 %der Fälle bleiben unerkannt.Quelle: Deutsche Zöliakie-Gesellschaft.
  • lebenslangeine streng glutenfreie Ernährung ist die einzige Behandlung.Quelle: Deutsche Zöliakie-Gesellschaft.

Mögliche Anpassungen

Sicher essen hängt an wenig: einer klaren Information und ein wenig vorheriger Organisation.

  • In der Schule: einen PAI (ein individueller Betreuungsplan in der Schule, in Frankreich) für die Kantine einrichten, eine eigene glutenfreie Mahlzeit vorsehen, eine Alternative zu Werkstätten auf Basis von Mehl oder Knetmasse aus Weizen anbieten.
  • Am Arbeitsplatz: in der gemeinsamen Küche die Utensilien und die Oberflächen trennen, die Zusammensetzung der Gerichte bei Teammahlzeiten ankündigen, bei Veranstaltungen eine glutenfreie Option vorsehen.
  • Im Alltag: die Etiketten ohne Seufzen lesen, die Arbeitsfläche vor dem Kochen reinigen, akzeptieren, dass die Ablehnung eines Gerichts eine Vorsichtsmaßnahme ist und keine Laune.

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Zöliakie erklärt für Kind

0–12 Jahre

Zöliakie bedeutet, dass der Körper bestimmte Lebensmittel nicht essen kann. Stell dir vor, dein Körper hat kleine Wächter in deinem Bauch. Bei Kindern mit Zöliakie irren sich diese Wächter: Sie denken, dass Gluten (etwas in Brot, Nudeln und Kuchen) gefährlich sei, und greifen es an.

Wenn ein Kind mit Zöliakie Gluten isst, sogar nur einen ganz kleinen Krümel, wird sein Bauch böse. Das kann ihm Bauchschmerzen bereiten, es sehr müde machen oder ihm mehrere Tage lang Probleme bereiten.

Deshalb müssen Kinder mit Zöliakie immer glutenfrei essen. Das ist keine Diät zum Abnehmen und keine Mode: Es ist etwas, das ein Leben lang dauern muss, damit es ihrem Bauch gut geht. Die Eltern und die Erwachsenen passen sehr genau auf die Etiketten der Lebensmittel auf und vermeiden sogar kleine Krümel.

Wenn du ein Kind mit Zöliakie kennst, kannst du ihm helfen, indem du respektierst, was es essen darf oder nicht. Das ist seine Art, gesund zu bleiben!

Verständlich machen

Mit die Zöliakie leben: der Kontext gesetzt, das Gespräch befreit.

Sie verfassen Ihr Profil ein einziges Mal. Bei jedem Schuljahresbeginn, jedem neuen Team, jeder neuen behandelnden Person teilen Sie den QR, ohne alles von vorn aufrollen zu müssen. Das Gespräch geht weiter, es startet nur von einem anderen Punkt.

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