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Long Covid

Long Covid bezeichnet Symptome, die sich einstellen oder in Wellen zurückkehren, lange nach einer Covid-Infektion, manchmal nach einem leichten Verlauf. Das Virus selbst ist seit Wochen oder Monaten verschwunden, doch der Körper läuft weiter im verlangsamten Gang.

Kein Fall gleicht dem anderen. Erschöpfung, die der Ruhe nicht weicht, Kurzatmigkeit bei geringster Anstrengung, geistiger Nebel, der den Faden eines Satzes verlieren lässt, diffuse Schmerzen, Schlaf, der nicht mehr erholt. Die üblichen Untersuchungen fallen oft normal aus, was nicht bedeutet, dass nichts geschieht.

Du hattest vor Monaten Covid, du bist immer noch nicht wieder fit? Das ist der Satz, den viele Menschen, die mit Long Covid leben, am häufigsten hören. Die Infektion ist vorbei, der Test ist negativ, der Kalender sagt genesen, und doch wird jeder Tag verhandelt wie vor einer Anstrengung zu viel.

Daher kommt das Missverständnis. Man stellt sich eine Genesung vor, die einer geraden Linie zum Besseren folgt. Long Covid dagegen schreitet ruckartig voran: ein guter Vormittag, gefolgt von drei Tagen, an denen nichts geht, ohne von außen sichtbare Logik. Diese Unregelmäßigkeit zu verstehen ändert alles in der Art, wie man der Person begegnet.

Verstehen, worum es geht

Long Covid sieht man nicht und misst man nicht mit einer einfachen Blutentnahme. Das heißt nicht, dass es eingebildet ist: Es ist eine reale, anerkannte Beeinträchtigung, die Energie, Atmung und Konzentration betrifft.

  • Eine Erschöpfung, die mit einer guten Nacht Schlaf nicht verschwindet.
  • Ein geistiger Nebel, der das Gedächtnis und die Wortfindung verlangsamt.
  • Eine Anstrengung, die sich zeitversetzt rächt, manchmal erst am nächsten Tag.
  • Symptome, die von einem Tag auf den anderen schwanken, ohne Vorwarnung.

Was wirklich hilft

Die erste Hilfe besteht darin, anzuerkennen, dass die Person weiß, was sie empfindet, auch wenn die Untersuchungen nichts zeigen. Danach folgen konkrete Anpassungen: die Anstrengung dosieren, Pausen einplanen, akzeptieren, dass ein fester Zeitplan nicht immer passt. In der Schule wie am Arbeitsplatz können Anpassungen über ein PAP (ein personalisierter Förderplan in der Schule, in Frankreich) oder die Anerkennung RQTH (offizielle Anerkennung des Status als Arbeitnehmer mit Behinderung, in Frankreich) den Alltag absichern.

Zahlen im Überblick

Long Covid in Zahlen

  • 10 bis 20 %der Infizierten entwickeln laenger anhaltende Symptome.Quelle: WHO.
  • 3 Monateanhaltende Symptome kennzeichnen Long COVID.Quelle: WHO.
  • ueber 200verschiedene beschriebene Symptome.Quelle: WHO.
  • SurveillanceLong COVID wird in Deutschland systematisch beobachtet.Quelle: Robert Koch-Institut.

Mögliche Anpassungen

Den Rhythmus anpassen statt die Motivation: Die Belastung wird in kleinen Dosen bewältigt, mit echten Pausen.

  • In der Schule: Anpassung des Stundenplans über ein PAP (ein personalisierter Förderplan in der Schule, in Frankreich), Möglichkeit zur Ruhe, Toleranz gegenüber Erschöpfung und Tagen, an denen nichts geht.
  • Am Arbeitsplatz: Homeoffice, flexible Arbeitszeiten, Verteilung der Belastung, RQTH (offizielle Anerkennung des Status als Arbeitnehmer mit Behinderung, in Frankreich) über die MDPH (die französische Behörde für Menschen mit Behinderung auf Departementsebene), um die Bedürfnisse zu formalisieren.
  • Im Alltag: Ausflüge vorausplanen, Spielräume zur Erholung bewahren, einmal erklären, um nicht bei jeder Begegnung alles erneut erzählen zu müssen.

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Long Covid erklärt für Kind

0–12 Jahre

Long Covid ist, wenn Covid einfach nicht weggehen will. Nachdem manche Menschen Covid hatten, fühlen sie sich noch wochen- oder monatelang sehr müde, kurzatmig oder verwirrt, sogar nachdem sie wieder gesund sind.

Es ist ein bisschen so, als wäre der Körper im Modus „mir geht es nicht gut“ steckengeblieben: Die Person kann überall Schmerzen haben, sich schwer konzentrieren können oder schwer einschlafen. Es ist nicht so, dass sie übertreibt, sie fühlt es wirklich so, auch wenn die Ärztinnen und Ärzte bei der Untersuchung nichts sehen.

Jede Person hat ihr eigenes Empfinden, und man kann nicht vorhersagen, wann es besser wird. Deshalb hören wir wirklich darauf, was die Person über ihren Körper sagt.

Verständlich machen

Mit das Long Covid leben: der Kontext gesetzt, das Gespräch befreit.

Sie verfassen Ihr Profil ein einziges Mal. Bei jedem Schuljahresbeginn, jedem neuen Team, jeder neuen behandelnden Person teilen Sie den QR, ohne alles von vorn aufrollen zu müssen. Das Gespräch geht weiter, es startet nur von einem anderen Punkt.

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