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Schweres Asthma

Schweres Asthma ist eine Form von Asthma, die selbst bei gut eingehaltener Dauertherapie schwer zu kontrollieren bleibt. Wo viele Menschen mit Asthma ihre Atmung mit ein paar Hüben aus dem Inhalator stabilisieren, lebt die betroffene Person mit Bronchien, die sich häufiger, stärker und manchmal ohne Vorwarnung verengen.

Das Atmen wird pfeifend, die Luft geht schwer, und ein Anfall kann für mehrere Stunden erschöpft zurücklassen. Zwischen zwei Episoden bleiben soziales, sportliches und berufliches Leben möglich, sofern die Behandlung griffbereit bleibt und die auslösenden Faktoren, von Staub bis scharfer Kälte, auf Abstand gehalten werden.

Zwei Hübe aus dem Inhalator, und das Atmen wird wieder frei: Für viele Menschen mit Asthma genügt dieser Griff. Bei schwerem Asthma beruhigt derselbe Griff den Anfall nicht immer, und dann braucht es eine intensivere Behandlung, ständige Wachsamkeit, manchmal einen Gang in die Notaufnahme.

Diese Wirklichkeit spielt sich oft im Verborgenen ab. Ein schlecht gelüfteter Raum, ein Tier, das sich an den Beinen reibt, eine etwas kühle Sporthalle, und die Brust wird schon eng. Diese Vorsichtsmaßnahmen jedem neuen Gegenüber neu erklären zu müssen, ob Lehrkraft, Kollegin oder Betreuer, ist an sich erschöpfend. Sie einmal schriftlich festzuhalten macht das Gespräch frei für das Wesentliche.

Verstehen, was wirklich belastet

Die Schwierigkeit ist nicht nur der Anfall, sondern auch alles, was man vorausdenken muss, um ihn zu vermeiden. Die Person lernt, riskante Umgebungen zu erkennen, und hat ihre Behandlung überall bei sich.

  • Die Auslöser sind von Person zu Person verschieden: Staub, Milben, Tierhaare, Rauch, kalte Luft, starke Anstrengung oder Luftverschmutzung.
  • Ein schwerer Anfall ist nie harmlos, er kann eine rasche Versorgung erfordern.
  • Die Erschöpfung nach einem Anfall kann mehrere Stunden andauern und die Verfügbarkeit für den Rest des Tages einschränken.

Was wirklich hilft

Ein paar einfache Anpassungen der Umgebung machen einen echten Unterschied, ohne am Wesentlichen des Gruppenlebens etwas zu ändern.

  • Ständiger Zugang zur Notfallbehandlung, niemals in einem abgeschlossenen Schrank verstaut.
  • Gut gelüftete, rauchfreie Räume und Aufmerksamkeit gegenüber Tieren oder Staub bei Ausflügen.
  • Die Möglichkeit, nach einer Anstrengung oder einem Alarm durchzuatmen, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Zahlen im Überblick

Schweres Asthma in Zahlen

  • ~8 %der Erwachsenen in Deutschland gaben 2019 Asthma an.Source: RKI.
  • 9 % / 7 %Frauen sind häufiger betroffen als Männer.Source: RKI.
  • ~262 MillionenMenschen leben weltweit mit Asthma.Source: WHO.
  • ~455 000Todesfälle durch Asthma pro Jahr weltweit.Source: WHO.

Mögliche Anpassungen

Der Bedarf hängt oft an wenigen Dingen: die Behandlung zugänglich halten und die Aussetzung gegenüber Auslösern begrenzen.

  • In der Schule: ein jederzeit zugänglicher Inhalator, ein PAP (ein persönlicher Unterstützungsplan in der Schule, in Frankreich) oder ein PPS (ein individueller Beschulungsplan, in Frankreich), um das Vorgehen im Anfall festzulegen, und Wachsamkeit beim Sport.
  • Am Arbeitsplatz: ein Arbeitsplatz fern von Staub und reizenden Stoffen, rauchfreie Räume, die RQTH (offizielle Anerkennung als Arbeitnehmer mit Behinderung, in Frankreich) über die MDPH (die französische Behörde für Behindertenrechte), falls eine dauerhafte Anpassung sinnvoll ist.
  • Im Alltag: das Umfeld über das richtige Vorgehen informieren, verrauchte Räume meiden und die Anwesenheit von Tieren vor einem Besuch ankündigen.

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Schweres Asthma erklärt für Kind

0–12 Jahre

Schweres Asthma bedeutet, dass die Lunge große Mühe hat, die Luft durchzulassen. Es ist, als würden die kleinen Röhrchen im Inneren nur sehr schwer atmen, selbst mit den Medikamenten, die man normalerweise nimmt.

Die Anfälle können sehr stark sein und kommen oft vor. Manchmal muss man ins Krankenhaus, damit die Ärzte helfen, wieder richtig zu atmen.

  • Die Person muss jeden Tag Medikamente nehmen, um ihrer Lunge zu helfen
  • Sie muss die Dinge meiden, die das Atmen noch schwieriger machen (wie Staub oder zu anstrengenden Sport)
  • Sie wird schneller müde als andere Kinder

Wenn ein echter Anfall kommt, ist das nicht „nur ein bisschen schwierig", sondern ernst und gefährlich. Die Erwachsenen müssen aufmerksam sein und bereit, bei Bedarf schnell den Rettungsdienst zu rufen.

Verständlich machen

Mit das Schweres Asthma leben: der Kontext gesetzt, das Gespräch befreit.

Sie verfassen Ihr Profil ein einziges Mal. Bei jedem Schuljahresbeginn, jedem neuen Team, jeder neuen behandelnden Person teilen Sie den QR, ohne alles von vorn aufrollen zu müssen. Das Gespräch geht weiter, es startet nur von einem anderen Punkt.

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