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Anwendungsfaelle
An der Bäckereitheke ermöglicht eine schweigend gereichte Karte die Bestellung, ohne je laut sprechen zu müssen

An der Bäckereitheke ermöglicht eine schweigend gereichte Karte die Bestellung, ohne je laut sprechen zu müssen

Lila betritt an einem Samstagmorgen zum ersten Mal allein die Bäckerei im Viertel. An der Theke bleibt die Frage der Verkäuferin ohne mündliche Antwort: Lila reicht eine laminierte Karte, und die Bestellung läuft weiter, ohne dass ein Wort gefallen ist.

Der selektive Mutismus blockiert das Sprechen an bestimmten Orten, oft vor einem wenig vertrauten Erwachsenen, obwohl dasselbe Kind zu Hause ohne Schwierigkeiten spricht. Eine schriftliche Hilfe, im richtigen Moment gereicht, ersetzt die Stimme, die nicht kommt.

Der erlebte Moment

Lila ist neun Jahre alt und fürchtet seit jeher die Glastür der Bäckerei in der Rue Pasteur. An diesem Samstag, zwanzig vor zwölf, gibt ihre Mutter ihr zwei Münzen und bleibt auf dem Bürgersteig, sichtbar vom Schaufenster aus. Lila drückt die Tür auf, das Glöckchen klingelt, der Duft von warmem Brot erfüllt die dreiköpfige Schlange.

Vor ihr fragt Céline: „Und für dich, meine Süße?“ Lila senkt den Blick, umklammert die laminierte Karte tief in ihrer Tasche, holt sie dann hervor und legt sie auf die Theke, ohne den Kopf zu heben. Auf der Karte steht: ein nicht zu stark gebackenes Baguette, Barzahlung, wenn möglich keine Tüte. Céline liest, nickt und kassiert, ohne ihre Frage laut zu wiederholen.

Lila geht mit dem Baguette unter dem Arm hinaus, ohne ein Wort gesagt zu haben, ohne den verlegenen Blick, der sonst auf ein zu langes Schweigen an der Theke folgt. Ihre Mutter musste auf dem Bürgersteig vorher nichts erklären und hinterher nichts ausbügeln.

  1. Sie schreiben es
  2. Der QR ist angebracht
  3. Der Leser scannt
  4. Verstanden, ohne erneut zu erklären

Wo der QR-Code für diesen Fall angebracht wird

Ein Kind, das im Laufe des Jahres immer öfter allein Besorgungen macht, braucht eine Hilfe, die es immer am selben Ort wiederfindet, ohne vor der Verkäuferin danach suchen oder um Hilfe bitten zu müssen.

  • Karte, laminiert und in die vordere Jackentasche gesteckt, aus einem A4-Etikettenbogen (Standardvorlage) im Format einer Visitenkarte herausgetrennt.
  • Etikett, innen im Kindergeldbeutel angebracht, sofort sichtbar beim Öffnen, für Tage, an denen die Jackentasche wechselt.
  • Karte, an einer kurzen Kordel befestigt, die unter dem Pullover getragen wird, nur an der Theke herausgeholt, nie auf dem Schulhof gezeigt.
  • Link, einmal von der Mutter an die vertraute Bäckerin weitergegeben, ergänzend zur Karte, für Tage, an denen Lila vergisst, sie herauszuholen.

Die Hilfe ist kein Etikett, das dauerhaft gezeigt wird. Sie dient nur dem genauen Moment, in dem die Stimme nicht kommt, und bleibt die restliche Zeit verstaut.

Vorgefertigte Textvorlagen

Die folgenden drei Vorlagen dienen als Ausgangspunkt. Lilas Mutter passt sie je nach besuchtem Geschäft an und entfernt, was nicht mehr dem entspricht, was ihre Tochter einem fremden Erwachsenen tatsächlich mitteilen möchte.

Für den Abschnitt „Vorstellung“

„Lila ist neun Jahre alt und lebt mit selektivem Mutismus. Sie versteht alles und spricht zu Hause ohne Schwierigkeiten, aber ihre Stimme kommt nicht heraus vor einem Erwachsenen, den sie kaum kennt, besonders in einem Geschäft.“

Für den Abschnitt „Wie man helfen kann“

„Sie können: die Karte lesen, die sie Ihnen reicht, ohne sie zu bitten, es laut zu wiederholen, sie mit dem Finger zeigen lassen, was sie möchte, die Transaktion normal fortsetzen, ohne ihr Schweigen zu kommentieren.“

Für den Abschnitt „Was zu vermeiden ist“

„Zu vermeiden: darauf bestehen mit „sagst du nicht hallo?“, sie anstarren und auf eine mündliche Antwort warten, oder andere Kunden in der Schlange darüber informieren, dass sie „nicht spricht“.“

Bei diesem Fall betroffene Besonderheiten

Der selektive Mutismus ist hier die zentrale Besonderheit: Das Sprechen bleibt an bestimmten Orten blockiert, niemals eine Wahl oder ein Mangel an Höflichkeit. Häufig geht eine soziale Angst damit einher, ohne dass sie an der Theke immer benannt werden muss.

Ähnliche Fälle

Weitere Fälle, in denen der QR-Code einen ersten Ausflug allein begleitet, zwischen Geschäft und Viertel, ohne je das darauffolgende Gespräch zu ersetzen.

Und myHandiQR, wo passt es da hinein?

Bereiten Sie Ihr Profil für diese Situation vor, ohne es zu jedem Schuljahresbeginn neu erklären zu müssen.

Das Wesentliche schreiben Sie einmal. Die korrigierende Lehrkraft, der AESH (eine Schulbegleitung für Schüler mit Behinderung, in Frankreich), die Vertretung scannen und verstehen. Sie hören auf, sich zu wiederholen.