Ihre Vertrauensperson in der Fuehrung einmal informieren, damit ein flacher Tag nie als Aufgeben gewertet wird
Eine private Nachricht an eine Vertrauensperson in der Fuehrung und ein QR-Code, der in Ruhe geoeffnet wird. Was darin steht, passt in wenige Zeilen: manche Phasen brauchen ein angepasstes Tempo, andere nicht, und nichts davon sagt etwas ueber das Engagement aus. So kann das Teamgespraech ueber die Arbeit sprechen, nicht ueber die Stimmung.
Dieser Fall betrifft einen 38-jaehrigen Erwachsenen, dessen bipolare Stoerung stabilisiert und begleitet ist. Im Beruf moechte er, dass seine direkte Fuehrungskraft die richtigen Anhaltspunkte hat, ohne jede Energieschwankung zum Flurthema zu machen und ohne sich immer wieder rechtfertigen zu muessen.
Der Moment, in dem es zaehlt
Es gibt Wochen, in denen alles laeuft, und andere, in denen der Start in den Tag eine Anstrengung kostet, die von aussen durch nichts erklaerbar ist. Yann, 38 Jahre, lebt seit Jahren mit einer stabilisierten bipolaren Stoerung. Seine Behandlung und seine Begleitung halten, seine Arbeit ebenso. Was er fuerchtet, ist nicht die Besonderheit selbst, sondern der Moment, in dem ein voruebergehendes Tief auf den Blick einer Fuehrungskraft trifft, die nichts weiss, und in die falsche Schublade gesteckt wird: unmotiviert, zurueckgezogen, weniger zuverlaessig.
Statt dieses Missverstaendnis abzuwarten, waehlt er seinen Moment. Einer Vorgesetzten, mit der die Verstaendigung gut laeuft, schickt er eine private Nachricht mit einem Link zu seinem Profil. Sie oeffnet ihn in Ruhe am Abend. In wenigen Zeilen liest sie, was Yann selbst formuliert hat: eine Art zu funktionieren, die Phasen kennt, Zeiten, in denen eine reduzierte Last oder angepasste Fristen den ganzen Unterschied machen, und die Tatsache, dass diese Schwankungen nichts mit seiner Ernsthaftigkeit zu tun haben. Keine Gesundheitsakte, kein intimes Detail, nur das, was fuer die Zusammenarbeit nuetzlich ist.
In den folgenden Wochen, wenn die Energie nachlaesst, sucht die Vorgesetzte keine versteckte Erklaerung mehr und beruft kein peinliches Gespraech ein. Sie weiss Bescheid. Das Tempo passt sich ohne Drama an, das Engagement wird nicht beim ersten schwierigen Tag infrage gestellt, und Yann musste sich nicht vor dem ganzen Team oeffnen, um von der einen Person verstanden zu werden, die ueber seine Arbeitslast entscheidet.
- Sie schreiben es
- Der QR ist angebracht
- Der Leser scannt
- Verstanden, ohne erneut zu erklären
Wo der QR-Code in diesem Fall platziert wird
In diesem Kontext wird der QR-Code nicht ausgehaengt. Er zirkuliert ueber einen privaten Kanal, hin zu der Person, die wirklich auf Arbeitslast und Tempo einwirken kann, und bleibt an dem Tag verfuegbar, an dem das Thema aufkommt.
- Link in einer privaten Nachricht an die Vertrauensperson in der Fuehrung, zu einem gewaehlten Zeitpunkt geteilt, eher vor einer sensiblen Phase als mitten in der Schwierigkeit.
- Karte im Brieftaschenformat, fuer sich behalten, hervorgeholt bei einem Vier-Augen-Gespraech mit der oder dem Behindertenbeauftragten, wenn die Person das entscheidet.
- Link in einer HR-Akte, uebergeben bei einem Gespraech ueber Anpassungen, im Tempo der Gegenseite einsehbar.
- Dezenter Aufkleber auf dem beruflichen Kalender, gedruckt von einem A4-Etikettenbogen (Standardmodell), als persoenlicher Anhaltspunkt.
Die Regel hier: Die betroffene Person entscheidet, wem sie ihr Profil oeffnet und wann. Der QR-Code bietet einer bestimmten Person einen Kontext, er kuendigt dem Rest des Teams nichts an.
Vorgeschriebene Textvorlagen
Drei Vorlagen, die Sie an Ihre Situation anpassen. Sie eroeffnen die Rubriken, die eine Fuehrungskraft zuerst liest: was eine stabilisierte bipolare Stoerung im Alltag veraendert, was konkret hilft und was die Dinge verschlimmert. Ausgangspunkte, keine Saetze zum woertlichen Abschreiben.
Fuer die Rubrik „Vorstellung"
„Ich heisse [Vorname], ich arbeite als [Position]. Ich habe eine stabilisierte bipolare Stoerung, die begleitet und behandelt wird. Konkret kennen meine Energie und mein Tempo Phasen: meistens ist nichts zu bemerken, und manchmal muss ich meine Last fuer einen kurzen Zeitraum anpassen. Das schmaelert weder mein Engagement noch die Qualitaet meiner Arbeit."
Fuer die Rubrik „Wie Sie helfen koennen"
„Sie koennen: meine Arbeit ueber die Dauer beurteilen statt anhand eines einzelnen Tages, akzeptieren, dass sich eine Last gelegentlich neu verteilt, ohne dass ich alles neu erklaeren muss, klare Fristen und einen regelmaessigen Austausch bevorzugen, mich ueber wichtige Aenderungen rechtzeitig informieren und diese Informationen unter uns behalten."
Fuer die Rubrik „Zu vermeiden"
„Zu vermeiden: einen flachen Tag als Desinteresse lesen, meine Energieschwankungen vor dem Team kommentieren, mit Fragen zu meinem Gesundheitszustand haeufen, eine gelegentliche Anpassung in eine Ueberwachung verwandeln oder an meiner Stelle entscheiden, dass ich nicht in der Lage bin, ein Projekt zu fuehren."
Besonderheiten, die diesen Fall betreffen
Dieser Fall betrifft die bipolare Stoerung, hier stabilisiert und begleitet. Was am Arbeitsplatz belastet, sind weniger die Phasen selbst als ihre Deutung durch das Umfeld, das sie leicht mit fehlender Motivation verwechselt. Die verlinkte Seite erlaeutert das Funktionieren in Phasen und die Bedingungen, die ein gelassenes Arbeiten ermoeglichen.
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Das Wesentliche schreiben Sie einmal. Die korrigierende Lehrkraft, der AESH (eine Schulbegleitung für Schüler mit Behinderung, in Frankreich), die Vertretung scannen und verstehen. Sie hören auf, sich zu wiederholen.