Die Dyspraxie Ihres Kindes der korrigierenden Lehrkraft verstaendlich machen, schon bei der ersten abgegebenen Hausaufgabe
Ein dezenter QR-Aufkleber auf der Rückseite der Hausaufgabe, der QR führt zu einem klaren Bogen. Die Lehrkraft sieht ihn beim Korrigieren ein, passt ihren Blick an, und das Kind musste sich nicht melden.
Dieser Fall betrifft ein 9-jähriges Kind mit Dyspraxie, dessen Elternteil möchte, dass jede korrigierende Lehrkraft über die richtigen Informationen verfügt, ohne zusätzliche Besprechung, ohne dass das Kind sich vor der Klasse rechtfertigen muss.
Der erlebte Moment
Die Hausaufgabe kommt am Freitagabend in den Schulranzen. Das Kind hat seine Buchstaben so gut es ging gezogen, Zeile um Zeile, den Stift fest umklammert, langsam. Seine Mutter hilft ihm, einen Aufkleber auf die Rückseite des Blattes zu kleben: ein kleines Quadrat mit einem QR-Code und dem Hinweis "scannen, um besser zu korrigieren".
Am Montagmorgen setzt sich die Lehrkraft mit dem Stapel Blätter hin. Sie scannt den QR mit der Telefonkante. Ein Bogen öffnet sich, schlicht, gut lesbar: Das Kind hat Dyspraxie, das Schreiben ist langsam und anstrengend, was zählt, ist die Überlegung, nicht die Schönschrift. Die Lehrkraft schließt den Bogen und nimmt ihre Korrektur wieder auf, anders.
Niemand musste etwas in einer Besprechung erklären. Das Kind musste sich nicht vor seinen Mitschülern rechtfertigen. Das Elternteil musste keine weitere E-Mail schicken.
- Sie schreiben es
- Der QR ist angebracht
- Der Leser scannt
- Verstanden, ohne erneut zu erklären
Wo der QR-Code für diesen Fall zu platzieren ist
Die Idee beruht auf der Regelmäßigkeit der Geste: Bei jeder abgegebenen Hausaufgabe ist der QR da, an einer Stelle, auf die die korrigierende Person ohnehin schaut. Es braucht keine besondere Aufmerksamkeit anzufordern, der Scan geschieht im normalen Ablauf der Korrektur.
Einige Platzierungen, die in diesem Zusammenhang gut funktionieren:
- Selbstklebendes Etikett auf der Rückseite jedes abgegebenen Blattes, gedruckt auf einem A4-Etikettenbogen (Standardvorlage, nach und nach aufzukleben).
- Aufgedrückter Stempel auf der ersten Seite des Hausaufgabenhefts, schon beim Aufschlagen sichtbar.
- Laminierte Karte im Sichthefter, zu Jahresbeginn vorgestellt und dann dauerhaft belassen.
- Handschriftliche Unterschrift des Elternteils unten auf der Hausaufgabe, gefolgt vom QR im kleinen Format.
Bei einem Kind, das durch seine Schrift behindert ist, erspart der QR der erwachsenen Person, zwischen den Zeilen lesen zu müssen, um die erbrachte Anstrengung zu erahnen.
Vorgefertigte Textvorlagen
Drei Vorlagen, die Sie übernehmen, ändern, kürzen können. Sie decken die Rubriken ab, die Lehrkräfte beim Scannen am häufigsten öffnen: sich vorstellen, wissen, wie man hilft, wissen, was nicht funktioniert. Es sind Ausgangspunkte, keine Sätze zum wörtlichen Abschreiben.
Für die Rubrik „Präsentation“
"Ich bin [Vorname], ich bin 9 Jahre alt, ich bin in der 3. Klasse. Ich habe Dyspraxie: Mein Gehirn lernt Bewegungen langsamer als andere, vor allem beim Schreiben. Was ich male, kostet mich viel Kraft, auch wenn man es auf dem Blatt nicht immer sieht."
Für die Rubrik „Wie helfen“
"Sie können: korrigieren, was ich sage, statt was ich schreibe, wenn das möglich ist, akzeptieren, dass meine Zeilen nicht ausgerichtet sind, die Überlegung statt der Sauberkeit der Schrift würdigen, mir etwas mehr Zeit geben, wenn ich von der Tafel abschreiben muss."
Für die Rubrik „Zu vermeiden“
"Zu vermeiden: mich auffordern zu radieren und neu anzufangen (die Anstrengung ist schon geleistet), die Sauberkeit des Hefts vor der Klasse kommentieren, meine Schrift mit der eines anderen Schülers vergleichen, Punkte allein wegen der Schönschrift abziehen."
Von diesem Fall betroffene Besonderheiten
Dieser Fall geht von der Dyspraxie aus. Die ausführlichen Seiten unten erweitern den Kontext, wenn das Kind mehrere verwandte Besonderheiten kombiniert (Legasthenie, Dysgrafie).
Ähnliche Fälle
Drei weitere Situationen mit demselben Mechanismus: Der QR landet bei einer erwachsenen Person der Schule, im richtigen Moment, ohne ausdrückliche Interaktion mit dem Kind.
Die Vertretung erhält Zugang zu sensorischen Auslösern und Ritualen ohne schriftliche Übergabe und ohne das Kind vor der Klasse zu benennen.
Fall ansehen Kind mit ADHS, 11 Jahre Lesende Person: AESH (Schulbegleitung)Die Begleitperson verfügt schon am ersten Tag über die Strategien, ohne Ausprobieren oder zusätzliche Besprechung.
Fall ansehen Kind mit Legasthenie, 14 Jahre Lesende Person: FachlehrkraftJede Lehrkraft versteht die nützlichen Anpassungen, ohne dass der Schüler sie in jeder Stunde laut einfordern muss.
Fall ansehenDiese Situation sollten Sie nicht bei jeder neuen Person wiederholen müssen.
Jeder Schuljahresbeginn, jede neue Vertretung, jeder Termin: alles fängt wieder von vorne an. myHandiQR macht damit Schluss. Sie schreiben es einmal. Sie fangen nicht mehr bei jeder Begegnung von vorne an.