Eine myHandiQR-Karte ins Portemonnaie stecken, und jede Person um Sie herum weiss, was bei einem Anfall zu tun ist
Eine laminierte Karte in der Brieftasche, ein QR auf der Rückseite des Telefons. Im Krisenfall greift der Ersthelfer oder der Passant, der scannt, auf Ihr Protokoll zu: was zu tun ist, Gegenanzeigen, Notfallkontakt.
Dieser Fall betrifft eine erwachsene Person mit Epilepsie (tonisch-klonische Anfälle, Absencen, stille Anfälle), die ein Protokoll zugänglich halten möchte, ohne es in den alltäglichen Begegnungen aufzudrängen.
Der erlebte Moment
Freitagabend, Terrasse eines Cafés. Sie unterhalten sich mit einem Kollegen. Ohne Vorwarnung verlieren Sie den Faden, Ihr Blick erstarrt, das Glas fällt. Eine Absence. Fünfzig Sekunden später kommen Sie zurück, benommen. Um Sie herum weiß niemand, was gerade passiert ist.
Der Kollege gerät in Panik, holt Ihre Brieftasche heraus (Ihre Anweisung, in der Karte geschrieben). Er scannt den QR auf der Rückseite einer laminierten Karte. Er liest: "Wahrscheinlich Anfall. In Ruhe hinsetzen, 10 Minuten lang nichts zu trinken geben, nicht in Panik geraten. Wenn der Anfall länger als 5 Minuten dauert, die 15 (französischer Rettungsdienst) anrufen. Kontakt: Partner, [Telefon]."
Er setzt Sie hin. Er ruft Ihren Partner an. Sie kommen wieder zu sich. Niemand hat umsonst die Feuerwehr gerufen. Der Abend geht weiter, ruhiger.
- Sie schreiben es
- Der QR ist angebracht
- Der Leser scannt
- Verstanden, ohne erneut zu erklären
Wo der QR in diesem Fall platziert wird
Die Idee: dass der QR dort ist, wo eine dritte Person im Zweifelsfall nachsehen wird, und dass er auf mehreren Trägern mehrfach vorhanden ist.
- Laminierte Karte im Bankkartenformat in der Brieftasche, hinter den anderen Karten.
- QR-Etikett auf der Rückseite des Smartphones (A4-Bogen mit Standard-Etiketten).
- Medizinisches Armband mit Kartenfach und sichtbarem QR.
- Lanyard-Hülle (Schlüsselband), falls Sie in einer Umgebung mit Ausweispflicht arbeiten.
Die Regel: dass ein wohlwollender Unbekannter den QR in weniger als 30 Sekunden findet, ohne suchen zu müssen.
Vorformulierte Textvorlagen
Drei Gerüste, um Ersthelfern oder Zeugen das Wesentliche zu geben, ohne Überfrachtung.
Für die Rubrik „Vorstellung“
"Ich habe Epilepsie. Meine Anfälle können die Form von Absencen annehmen (starrer Blick, mehrere Sekunden) oder von sichtbareren Anfällen. Meine Behandlung wird von einem Neurologen begleitet; die vollständige Krankenakte ist im Fall einer Einlieferung verfügbar."
Für die Rubrik „Wie helfen“
"Was zu tun ist: mich in Ruhe hinsetzen, gefährliche Gegenstände wegräumen, nichts in den Mund stecken, das Ende des Anfalls abwarten. Wenn der Anfall länger als 5 Minuten dauert oder sich wiederholt, die 15 (französischer Rettungsdienst) anrufen. Kontakt im Notfall: [Name], [Telefon]."
Für die Rubrik „Was zu vermeiden ist“
"Zu vermeiden: mir während oder gleich nach dem Anfall etwas zu trinken geben, mich körperlich festhalten, mich abrupt bewegen, mich hinsetzen, wenn ich gerade einen unbemerkten Sturz hatte, mich laut ansprechen. Ruhe und Zeit sind die besten Verbündeten."
Betroffene Besonderheiten
Die Epilepsie steht im Mittelpunkt. Wenn sie mit einer kognitiven Besonderheit oder einer chronischen Erschöpfung einhergeht, kann das Protokoll diese Dimensionen einbeziehen.
Ähnliche Fälle
Drei weitere Notsituationen, in denen eine Karte fürs Portemonnaie mit QR wertvolle Zeit spart.
Die Lehrkraft versteht die atypischen sozialen Verhaltensweisen und kann die nützlichen Informationen an das pädagogische Team weitergeben.
Fall ansehen Gymnasiast mit ADHS, 17 Jahre Lesende Person: Tutorenlehrkraft, Bezugsperson am GymnasiumDer Tutor versteht die organisatorischen Schwierigkeiten und kann konkrete Anpassungen für die Prüfungen vorschlagen.
Fall ansehen Erwachsener mit ADHS, 34 Jahre Lesende Person: Neuer Kollege, FührungskraftDie Person entscheidet, wann und wem sie ihre Funktionsweise erklärt, mit ihren eigenen Worten, ohne die Deutung von Vergesslichkeiten zu er…
Fall ansehen