Der Kindergartenlehrerin helfen, Ihr Kind zum Sprechen zu ermutigen, ohne es vor der Gruppe in Schwierigkeiten zu bringen
Ein QR-Code, in die erste Seite des Mitteilungshefts gesteckt, und die Kindergartenlehrerin weiß gleich zu Schuljahresbeginn, wie sie Ihr Kind zum Sprechen einladen kann. Sie versteht, dass es alles erfasst, aber dass die Worte nur schwer herauskommen, und sie ermutigt es, ohne es je vor den anderen vorzuführen.
Dieser Fall betrifft ein 6-jähriges Kind mit einer Störung der mündlichen Sprache. In der Schule spricht es wenig, verzerrt manche Wörter oder schweigt, was als Schüchternheit oder Rückstand gedeutet werden kann, obwohl es vor allem versucht, sich verständlich zu machen.
Der erlebte Moment
Montag, der Morgenkreis. Die Lehrerin geht die Kinder durch, um vom Wochenende zu erzählen. Ihr Sohn ist an der Reihe. Er will antworten, hebt die Hand, öffnet den Mund, aber die Worte überschlagen sich und kommen verzerrt heraus. Ein Mitschüler kichert, ein anderer antwortet an seiner Stelle. Er senkt den Blick und wird beim nächsten Mal die Hand nicht mehr heben.
Die Lehrerin schreibt eine Notiz ins Mitteilungsheft und stößt auf der ersten Seite auf ein Etikett mit einem QR-Code. Sie scannt ihn. Ein Profil öffnet sich, schlicht: Störung der mündlichen Sprache, er versteht alles, drückt sich aber mit Mühe aus, und was wirklich hilft, ihm Zeit zum Beenden lassen, ihn nicht vor der Gruppe wiederholen lassen, den Versuch statt der Aussprache würdigen. Am nächsten Tag fragt sie ihn in kleiner Runde, wartet und nimmt seine Antwort an, ohne sie laut zu korrigieren.
Es gab kein Kind, das sich für den Rest des Jahres verschließt, keinen Spott, der sich festsetzt, keinen eilig vereinbarten Termin, um zu verstehen, „warum es nicht spricht“. Die Schwierigkeit wurde als Sprachetappe angenommen und nicht als charakterliche Blockade.
- Sie schreiben es
- Der QR ist angebracht
- Der Leser scannt
- Verstanden, ohne erneut zu erklären
Wo der QR in diesem Fall platziert wird
Im Kindergarten ist das Mitteilungsheft der tägliche Faden zwischen Zuhause und Schule. Mehrere Erwachsene schauen hinein: die Lehrerin, die ATSEM (pädagogische Assistenzkraft im Vorschulbereich), eine Vertretung. Den QR-Code dort zu platzieren heißt, ihn genau dorthin zu setzen, wo die Information gesucht wird.
Einige Platzierungen, die in diesem Kontext gut funktionieren:
- Etikett, auf die innere erste Seite des Mitteilungshefts geklebt, gedruckt auf einem A4-Etikettenbogen (Standardvorlage).
- Laminierte Karte, der Lehrerin und der ATSEM zu Jahresbeginn persönlich übergeben.
- Etikett, auf der Mappe oder dem Schulranzen, auf demselben A4-Etikettenbogen.
- Link, vom Elternteil in die App der Schule eingetragen, sichtbar für das Team der Klasse.
Die Regel hier: die Redundanz. Je präsenter der QR-Code an mehreren Stellen ist, desto eher erhält jeder Erwachsene, der sich um das Kind kümmert, dieselben Anhaltspunkte, um es zum Sprechen einzuladen.
Vorformulierte Textvorlagen
Drei Vorlagen zum Übernehmen und Anpassen, vom Elternteil für die Erwachsenen der Schule geschrieben. Sie decken die zuerst geöffneten Rubriken ab: wer das Kind ist, wie man ihm beim Sprechen hilft und was es blockiert. Gemeinsam anzupassen, nicht eins zu eins zu übernehmen.
Für die Rubrik „Vorstellung“
„[prénom] ist 6 Jahre alt. Er hat eine Störung der mündlichen Sprache: Er versteht, was man ihm sagt, aber Wörter und Sätze zu bilden kostet ihn viel Mühe, und manche Laute kommen verzerrt heraus. Wenn er schweigt, ist das keine Schüchternheit, sondern er sucht, wie er sich verständlich machen kann.“
Für die Rubrik „Wie helfen“
„Sie können: ihm Zeit lassen, seinen Satz zu beenden, ohne ihn für ihn zu vollenden, ihn lieber in einer kleinen Gruppe befragen, sanft umformulieren, was er sagen wollte, ohne ihn wiederholen zu lassen, und würdigen, dass er versucht hat zu sprechen.“
Für die Rubrik „Was zu vermeiden ist“
„Zu vermeiden: ihn ein Wort vor der ganzen Klasse wiederholen lassen, seine Sätze für ihn beenden, ihn im Tonfall des Vorwurfs auffordern, ‚besser zu artikulieren‘, oder einen Spott durchgehen lassen, ohne etwas zu sagen.“
Von diesem Fall betroffene Besonderheiten
Dieser Fall betrifft eine Störung der mündlichen Sprache, manchmal als Entwicklungsstörung der Sprache bezeichnet. Das Kind versteht, produziert die Sprache aber mit Schwierigkeit. Wenn diese Besonderheit mit einer Hemmung einhergeht, sich in der Gruppe verständlich zu machen, geht es nicht darum, die Aussprache um jeden Preis zu korrigieren, sondern die Lust am Sprechen unversehrt zu erhalten.
Ähnliche Fälle
Drei weitere Situationen mit demselben Mechanismus: Eine Schwierigkeit beim Ausdruck wird verständlich, sobald ein Erwachsener der Schule scannt, und das Kind muss das Gewicht der Erklärung nicht mehr allein tragen.
Die Lehrkraft versteht beim Korrigieren, warum das Schreiben schwerfällt, ohne dass das Kind laut um Nachsicht bitten muss.
Fall ansehen Autistisches Kind (ASS Stufe 1), 7 Jahre Lesende Person: VertretungDie Vertretung erhält Zugang zu sensorischen Auslösern und Ritualen ohne schriftliche Übergabe und ohne das Kind vor der Klasse zu benennen.
Fall ansehen Kind mit ADHS, 11 Jahre Lesende Person: AESH (Schulbegleitung)Die Begleitperson verfügt schon am ersten Tag über die Strategien, ohne Ausprobieren oder zusätzliche Besprechung.
Fall ansehenPréparer votre profil pour cette situation, sans avoir à le réexpliquer à chaque rentrée.
Vous écrivez l'essentiel une fois. L'enseignant correcteur, l'AESH, le remplaçant scannent et comprennent. Vous, vous arrêtez de répéter.