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Welche Behinderungen sind unsichtbar? Der Überblick

Das Wort "unsichtbar" umfasst sehr unterschiedliche Realitäten. Hier sind die sechs großen Gruppen, mit einem Steckbrief zu jeder Behinderung, um sie in 2 Minuten zu verstehen.

Was hinter dem Wort unsichtbar wirklich steckt

Dieser Artikel vertieft einen Aspekt der unsichtbaren Behinderung: das Spektrum der Situationen, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden. Eine unsichtbare Behinderung ist eine dauerhafte Behinderung, die sich nicht am Erscheinungsbild ablesen lässt, obwohl sie jeden Tag Schule, Arbeit, Sozialleben und Zugang zur Versorgung belastet.

Das Wort "unsichtbar" sagt wenig über die Art der Störung aus. Es sagt etwas Gesellschaftliches: Die Person profitiert nicht von dem selbstverständlichen Verständnis, das einem Rollstuhl, einem Stock oder einer Prothese entgegengebracht wird. Sie muss erklären, beweisen, oft überzeugen.

Neurologische Entwicklungsstörungen

Es sind Arbeitsweisen des Gehirns, die sich früh einstellen und das Leben der Person dauerhaft prägen. Die Intelligenz ist oft unversehrt, in manchen Bereichen sogar herausragend, doch Aufmerksamkeit, Sinneswahrnehmung, Organisation oder das soziale Leben verlangen eine ständige Anpassung.

Lernstörungen (die Legasthenie-Gruppe)

Die Lernbesonderheiten betreffen eine genaue Funktion (Lesen, Schreiben, Rechnen, Koordination, gesprochene Sprache), ohne die allgemeine Intelligenz zu betreffen. Das Kind liest langsam, versteht aber, rechnet, tut sich aber schwer mit dem Aufschreiben, schreibt, aber mit einer Anstrengung, die zehrt.

Chronische Krankheiten

Eine chronische Erkrankung bleibt auf Dauer. Der Körper funktioniert weiter, oft gut, aber mit Schwellen: Müdigkeit, Schmerz, Auflagen der Behandlung, Schübe, ruhigere Phasen. Die Behinderung liegt nicht in der einzelnen Krise, sie liegt in der Auswirkung, die nie ganz aufhört.

Lang anhaltende Folgeschäden

Manche Ereignisse treten plötzlich auf und hinterlassen dann eine Spur, die nicht verschwindet. Der Person "geht es gut" im medizinischen Sinn, doch sie funktioniert bei bestimmten Bewegungen, bestimmten Erschöpfungen, bestimmten Situationen anders. Das Umfeld merkt sich das Ende der Krise und vergisst oft die Spur, die bleibt.

Psychische Erkrankungen

Sie verändern phasenweise das Verhältnis zu sich selbst, zu anderen oder zur Wirklichkeit. Die Person kann selbstständig leben, arbeiten und reiche Beziehungen haben, während sie mit Wellen, Rückfällen und Behandlungen umgeht. Es ist einer der Bereiche, in denen die Stigmatisierung am stärksten bleibt, trotz einer hohen Verbreitung.

Teilweiser sensorischer Verlust

Vollständige Blindheit und hochgradige Gehörlosigkeit sind eher sichtbar, weil sie oft mit erkennbaren Hilfsmitteln einhergehen. Teilweise Verluste dagegen bleiben unsichtbar: die Person hört, aber schlecht; sieht, aber mit eingeschränktem Feld oder unscharf. Sie gleicht ständig aus, und dieses Ausgleichen ermüdet.

Auf einen Blick

Die wichtigsten Punkte

  • "Unsichtbar" sagt nichts über die Störung selbst aus, sondern alles über einen gesellschaftlichen Blick, der sie nicht sofort erkennt.
  • Sechs große Gruppen decken den größten Teil des Feldes ab: neurologische Entwicklung, Dys-Störungen, chronische Krankheit, lang anhaltende Folgeschäden, psychisch, teilweise sensorisch.
  • Jeder Steckbrief erklärt in 2 Minuten, was im Alltag hilft und was stört.
  • Alle diese Situationen können zu einer offiziellen Anerkennung führen (siehe: Unsichtbare Behinderung und Anerkennung: RQTH, MDPH ohne sichtbare Behinderung).
Erklären Sie es oft?

Sie müssen es nicht mehr jeder neuen Person erzählen.

Drei Texte (Vorstellung, wie man helfen kann, was zu vermeiden ist), ein gemeinsamer QR-Code. Beim Scannen liest Ihr Gegenüber, was es wissen muss, in seiner eigenen Sprache. Sie übernehmen wieder die Kontrolle über die Geschichte, ohne bei jeder Begegnung ihre Last zu tragen.

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